14. Juni 2012

Termin im Konsulat


So- also der erste Eintrag, der am gleichen Zeit hochgeladen wird, wie die Ereignisse passiert sind.

Ich habe also, wie auch schon geschrieben, einen Termin im amerikanischen Konsulat in Berlin gemacht, weil das am nähesten dran ist.
Meine Mama und ich sind dann heute Morgen um 7 losgefahren und waren auch schon um 10 vor 10 am Konsulat (Mein "Termin" war um 10:30, die Termine, die vergeben werden sind aber keine richtigen Termine, weil man schon eher ins Konsulat kann, und die Möglichkeit besteht, dass man schon früher fertig ist- so wie bei mir, oder auch später-> "Termin" also nur als Richtlinie gedacht).

Ich war schon auf der Fahrt halbwegs nervös, weil ich davon ausgegegangen bin, dass ich da ein 45minütiges Gespräch in einwandfreiem Englisch hinlegen muss ( was sich allerdings später als Fehler herausstellte).
Und als ich das Konsulat gesehen hab, steigerte sich meine Nervosität nochmal um eine Vielfaches...

Man sieht nur dieses Gebäude, davor ein 3m hoher Sicherheitszaun, eine Art Wachturm, Absperrungen, 3 Wachleute (das waren nur die, die von außen sichtbar sind), Absperrungen, Kameras- die gleichen Sicherheitsvorkehrungen auch am Parkplatz neben dem Konsulat, der nur für "private Personen" gedacht ist...
"Ach du scheiße!", dachte ich nur so, aber ich kann an diesem Zeitpunkt schon mal sagen, dass man umsonst nervös ist, und es überhaupt garnicht schlimm ist..

Also warteten meine Mutter und ich an den Stufen des Konsulats, bis ich und 4 andere in den Wachturm gerufen wurden (es ist aus meiner Sicht nicht nötig, ein Elternteil oder gar beide mit rein zu nehmen, deswegen hab ich das auch gelassen...)

Also sind wir 5 in den Wachturm, mussten Metallgegenstände in eine Box legen und mussten durch den Sicherheitsscanner- wie am Flughafen, die Metallgegestände hat man dann wiederbekommen, der zuständige Officer hat einen Stempel oder so in den Pass gemacht.

HIER AUCH NOCHMAL WICHTIG: Im Konsulat sind keine Elektronischen Gegenstände (Handys, Laptops,...) erlaubt, Waffen auch nicht ;) , Koffer natürlich auch nicht.
- Es stand auch extra in meinen Unterlagen, dass man möglichst nur eine Klarsichtfolie mit den benötigten Unterlagen mitnehmen sollte; hab ich gemacht, hat gut geklappt... :)

Nachdem wir also die Sicherheitskontrolle hinter uns hatte, sind wir erst in das eigentliche Gebäude reingegangen- man musste klingeln, dann konnte man die tür öffnen.
Ein paar Türen später, standen wir (3 Studentinnen, ich und eine weitere Austauschschülerin) vor einer verschlossenen Tür, die uns dann ein Beamter von innen aufgemacht hat- schon waren wir drin..

Der Beamte gab uns einen Zettel, auf dem stand, wie man seine Dokumente zu ordnen hatte und wies uns in den Warteraum, wo wir dann an Pulten unsere Unterlagen ordnen; es gab extra noch eine Frau, die dann die reihenfolge kontrolliert hat. Dann konnte man sich zur Anmeldung ansteellen- man wurde dann an einen der 3 Anmeldeschalter gewunken, gab dort seine notwendigen Dokumente (Pass, Foto, Visa-Einzahlungsnachweis, DS-2019, SEVIS- Confirmation für Austauschschüler) ab und bekam die Pamphlet- Order in Form eines Flyers ausgehändigt und wurde zum Warten geschickt. Ich hatte mit das Gesetz schon mal zu Hause durchgelesen und wartete nun.
Es gibt im Warteraum auch Toiletten, einen Kaffee- und einen Süßigkeitenautomaten und einen Fernseher...

Nach ca. 10 minuten Wartezeit kam eine Durchsage nach einem gewissen "till schroder (englisch ausgesprochen)" und ich erkannte meinen Namen wieder und ging zu Schalter 6.

Nun kommt so ziemlich die lustigste Sache: Das "Interview", denn ich hatte mich geirrt-
Die junge Amerikanerin (denke ich) sprach auf Deutsch 5 Sätze mit mir und ich konnte gehen...
Noch mal genauer zum Interview: Ich habe meine 10 Finger gescannt (und mich dabei glaub ich ziemlich dämlich angestellt, aber was solls.. :D) dann fragte sie nach meinem Vorhaben in den Staaten- ich antwortete ordnungsgemäß mit, dass ich ein Auslandsjaahr mache. Sie fragte nach der Dauer, ich antwortete mit 1 Jahr.
Und die letzte Frage lautete "Haben Sie schon eine Gastfamilie?"- ich verneinte, sie sagte, sie wünsche mir, dass ich bald eine kriege, und "Viel Spaß in Amerika". Wir verabschiedeten uns und ich ging, gab den Zettel mit den Ordnung der Dokumente beim freundlichen Beamten, der mir die Tür geöffnet hatte, ab und spazierte wieder durch diverse Türen und aus dem Konsulat heraus- ein Lächeln auf den Lippen, dass es so einfach und schnell ging. :))

Ich ging zum Auto, wo auch schon meine Mutter wartete, erzählte ihr, dass ich das Visum kriege (zugeschickt mit den anderen, beim Konsulat gelassenen Sachen, binnen 48 Stunden, laut der Beamtin an Schalter).
Es war 10:30- als ich das Konsulat verließ- so viel zum Thema "Termin".

Danach gings noch schön zu KFC und wieder 2h 30 fahrt zurück nach Hause...

Liebe Grüße und keine Angst bei der Warnehmung eures Termins!


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